Christus, bin ich nicht zu alt? Ist das nicht zu spät für mich, für Dich?
Die Zeit ist genau richtig und du warst immer am Lernen, am Entwickeln deines Selbst. Du hast auch schon einige Prüfungen gemeistert. Prüfungen, die dich stark gemacht haben. Denke an deinen Traum, du warst eine Stunde zu früh an deiner Arbeitsstelle. Zu früh, weil du noch warten musstest, du musstest auf deine Tochterschwester warten, bis sie ihren Weg ins geistige Leben gefunden hatte. Du bist nicht zu spät, alles ist gut.
Christus, ich habe viele Bilder, die sich mir zeigen, Bilder der Erinnerung. Als ich Deinen Ruf vor über 30 Jahren hörte in meinem Herzen, war ich viel mehr als später davon überzeugt, dass Du etwas mit mir vorhattest, wenn auch damals die Zweifel dieses Ahnen immer wieder besiegten. Jetzt tauchen diese Bilder wieder auf. Bitte, sag Du mir, warum das so ist?
Mir, uns, geht es darum, dir Sicherheit zu geben. Deshalb bestätigen dir diese eigenen Bilder dein inneres Erlebtes. Ich werde dir jetzt helfen, diese Schwäche, diesen Selbstzweifel, so weit wie möglich zurückzudrängen, damit er uns bei der Arbeit mit dir nicht immer wieder in die Quere kommt.
Christus, ich arbeite mit dem Satz:
Ich bin bei dir, Ich bin in dir, Ich bin mit dir – aber oft vergesse ich einen davon und kann ihn nicht formulieren. Warum ist das so?
Du vergisst das ‹mit dir›, weil du dich in Meinem Werk oft sehr allein gefühlt hast, mitten unter Geschwistern verlassen, wurdest nicht aufgenommen von denen, denen du helfen willst, wurdest verspottet für deinen Ernst. Es wurde dir abgesprochen, was für dich das Wichtigste war, deine Liebe als Schwärmerei abgetan. Mein Kind, oft hast du dabei an Mein Leiden gedacht, hast dich im Schmerz und in der Traurigkeit Mir nahe gefühlt. Verstehe, Meine Tochter, dieses waren deine Bewährungsproben der Treue und du hast sie mit Bravour bestanden, hast dich immer wieder zurückgekämpft und dich bei Mir erholt.
Vor dem Sieg steht der Kampf, dieser Kampf mit deinen eigenen Zweifeln ist jetzt vorbei. Jetzt ist in dir Freude und die Gewissheit wird jeden Tag in dir gefestigt. Mach weiter so, übe, die Seelen zu erreichen. Alles, was du tust, tust du für Mich. Wir freuen uns mit dir über diesen Sieg.
Mir kommt jetzt das Bild, als ich in Lengfurt zutiefst verletzt und verlassen, mit einem Feuerschmerz im Herzen, den ich nicht beschreiben kann, vor dem Gartenhäuschen saß. Es flogen zwei Schwäne über mich, sie drehten zwei oder drei Runden über mir und flogen dann in eine andere Richtung davon. (hier der Link zum Kapitel «Schutt und Asche»)
Ja, Meine Tochter, wir wollten dich trösten und du hast das Bild und die Botschaft aufgenommen. Du hast dich gewundert, wie diese schweren Tiere fliegen können und hast dir vorgenommen, weiterzumachen, vielleicht einmal das Fliegen zu lernen. Wir waren sehr froh, als diese Botschaft bei dir im Herz angekommen war.
Die Schwäne sind, wenn sie nicht in ihrem Element sind, tollpatschig, ihr Gang ist kein Gang, es ist ein Watscheln, aber im Wasser haben sie eine Würde und Ausstrahlung, der sich niemand entziehen kann. Und sie haben gelernt, auch im Element der Luft zu fliegen, gegen alle Gesetzmäßigkeit der Natur. Auch in diesem Bild zeigte sich wieder die Kraft, die den Menschen zur Seite stehen will. Glaube und vertraue, alles ist möglich. Viele, ja Legionen von Helfern sind im Einsatz, um die Schöpfung Gottes wieder vollkommen zu machen. Du bist ein Teil davon, Meine Tochter. Ich bin mit dir, in dir und bei dir, mache dir das immer und immer wieder bewusst!