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Am Anfang
Zum Glauben gehört Mut, und so war es damals auch für Maria: Als sie nach ihrem Besuch, der einige Monate dauerte, in denen die beiden Frauen Elisabeth und Maria einander Stütze und Stärke waren, zurück zu ihren Eltern kam, zurück zu Josef kam, wurde ihr Herz immer schwerer.
Wir kamen alle zusammen, um gemeinsam den Sabbat zu begehen. Maria hatte mich darum gebeten, mit etwas Nelke und Weihrauch den Raum zu räuchern. Ich musste mich beeilen, denn nach Sonnenuntergang war es nicht mehr erlaubt, Feuer zu machen, doch wenn mich Maria darum bat, mochte es wohl einen besonderen Grund dafür geben.
Die zwei Wochen, in denen die Jünger verkünden wollten, waren schnell vorbei und so traf am Ende der zweiten Woche eine ungewöhnlich heitere Truppe in Bethanien ein. Sie berichteten, dass ihnen Jesus einige Male erschienen war.
Das Haus von Josef von Arimathäa lag direkt am Stadtrand von Jerusalem. Die zarte blaue Farbe wirkte einladend und durch die mehreren Räume im Innenbereich bot es viele Möglichkeiten. Ein kleines Stück Land mit einigen Obstbäumen und zwei weiteren Nebengebäuden
Schweigend ernteten wir einige Körbe Feigen und als die Morgensonne begann stärker zu werden, machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Hofgut. Ich war traurig, denn es war klar, dass unser Leben sich nun verändern würde.
Die Stunde, in der der Herr von uns ging, kam plötzlich und unerwartet. Es war am frühen Morgen, zwischen Nacht und Tag. Um Maria, Martha und Lazarus zu unterstützen, wollten wir Frühfeigen ernten, die später auf dem Markt verkauft werden sollten. Wir machten uns in aller Frühe auf den Weg zu den Feigenbäumen, die in...
Nach dem Frühstück half ich Maria und Martha in der Küche und in der häuslichen Bewirtschaftung des Hofguts. Da immer noch viele Gäste da waren, gab es viel zu tun. Die gleichtönige Arbeit des Getreidemahlens kam mir gerade recht. Ich setzte mich auf den Boden und begann das Korn zu mahlen.
Schweren Herzens sah ich den Brüdern nach, die sich am nächsten Morgen in aller Frühe auf den Weg machten. Sie waren voller Tatendrang und wollten Richtung Galiläa ziehen, um von dem Wunder zu berichten, dass Jesus, der bekannte Heiler und Rabbi auferstanden war.
Auch am darauffolgenden Tag erlebten wir, dass Christus sich uns zeigte. Der Herr sprach zu uns: «So spreche Ich zu euch, dass ihr verstehen möget: Ich bin der Gesalbte, der durch die Auferstehung zum Christus wurde. Ich trug die Weltensünde, wenn die Zeit gekommen ist, wird die Menschheit verstehen.
Ich trat hinaus in die kühle Nacht. Ich hatte mich auf meinem Nachtlager hin und her gewälzt, ohne Schlaf zu finden. Ich war unruhig und traurig. Es war hell genug, dass ich den Weg zu den großen Steinen im Olivenhain fand, da wollte ich mich hinsetzten, um zur Ruhe zu kommen.
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