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Einsicht
Ich sah wieder das große Schulungszentrum, das außerhalb von Raum und Zeit ist. Ich sah viele Menschenseelen und Seelen aus den Geisterwelten, sie strömten in die riesige Aula, die mir schon einmal gezeigt wurde. Nur diesmal erschien mir alles noch mächtiger und größer zu sein.
Ich sah ein Engelwesen. Ich sah diesen Engel in Jerusalem bei Herodes. Ich sah ihn bei den Soldaten. Ich sah ihn auch in der Grotte, beim Jesuskind. «Welche Aufgabe hat er?», so fragte ich mich. Er war dabei, schien alles zu beobachten und mitzuerleben, zu warten; doch warum und auf was wartete er?
Ich sah ein riesiges Engeltreffen, eine Art Planungsgremium. Es wurde die Situation von Herodes besprochen, verschiedene Möglichkeiten zusammen angeschaut. «Und wenn ich es nicht schaffe, wenn ich überdrehe? Ich weiß nicht, wie ich das bemeistern werde.»
Die Menschen auf der Erde waren verlassen, ohne Hoffnung, ohne Licht, dem großen, gütigen Vater im Himmel, gefiel das nicht. Er blickte zur Erde, sah die Menschen in ihrer Not, Gestrauchelte, Verbitterte, Kranke, Arme und Hoffnungslose, Hungernde – ohne Brot.
Ich sehe zwei Brüder. Der eine trägt den Namen Gut, der andere trägt den Namen Böse. Es sind die beiden Söhne Adams und Evas. Es sind Zwillinge: Kain ist der zuerst Geborene und Abel, der nach ihm Geborene. Es ist wie ein großes Schauspiel, in dem die Rollen verteilt werden, dem Potenzial entsprechend, gewählt werden.
Ich sehe Mütter, sieben Mütter. Jede hält ein Kind auf ihrem Arm. Drei der Kinder schreien ohne Unterlass. Was die Mütter auch probieren, sie hören nicht auf damit, sie geben keine Ruhe.
Mir wurde ein Mensch gezeigt, der in schwarze Wolken gehüllt, auf seinen Wegen ging. «Schattenwelt», dachte ich. Ich sah den Schmerz, sah die Verzweiflung und die Not des Menschen, sie war groß, sie schien ihm unüberbrückbar.
Ich sah ein Karussell, es stieg in luftige Höhen, um danach in schneller Fahrt in die Tiefe zu rasen. Ich sah Seelen-Körper, die in der rasanten Talfahrt aus ihren menschlichen Körpern herausgeschleudert wurden. Diese Seelenkörper sind wie benommen und finden sich für eine Weile nicht mehr zurecht.
Es wurde mir ein Netz gezeigt. Es lag in der Erde, es hatte viele, viele Verästelungen. Diese waren miteinander verbunden und breiteten sich über die ganze Welt aus. Oberhalb der Erde war dieses Netz nicht zu sehen. Dann sah ich, wie in diesem Netzverbund eine Energie zu fließen begann.
Ich sah den Stern von Bethlehem. Er war jedoch in einer anderen Zeit, in einem anderen Raum. Ich sah den Stern mit dem Schweif in der Vergangenheit. Er führte aus der Knechtschaft der Ersten Zeit, aus dem Sklaventum. Er führte in ein Neues Land, er führte von der Knechtschaft in die Freiheit.
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