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geistzeit
Mein erster Kontakt mit Maria war in einer Turnhalle. Damals leitete ich mit vierzehn Jahren bereits in unserem Dorf die Mädchenriege, als spontan eine junge Frau eintrat und sich herzlich vorstellte: «Ich bin Maria, die neue Präsidentin vom Damenturnverein. Ich habe gedacht, ich komme mal vorbei und schaue, wie es so läuft.»
Ich träumte von einem Sonntagsgottesdienst. Ich hatte mich laut gemeldet und protestiert: «Nein, was geschieht da? Das stimmt so nicht! » Entschlossen stand ich von meinem Platz auf, musste die Kirche verlassen, denn ich bekam keine Luft und mir wurde übel. Die Kirche war verstaubt, modrig und die Menschen schienen ohne Leben, wie Marionetten! «Seht...
Meine Prozesse veränderten mich. Ich verließ alte Gewohnheiten und Traditionen, in die ich geboren wurde, trat noch tiefer in die Selbsterkenntnis durch die Aufforderung Jesu, die mir in der Bergpredigt gegeben wurde. Ich errang in mir Haltungen, die ich in vielen, vielen kleinen Schritten einüben und mir erringen musste. Meine Liebe zu Jesus wurde dabei...
Ich besuchte mit Arthur meinen Schwiegervater, der nach einer schweren Operation auf dem Weg der Genesung im Krankenhaus lag. Unmittelbar nachdem wir das Krankenzimmer betraten, verspürte ich, ich sollte zu seinem Nachbarn ans Bett treten, der Verstand und die Vernunft jedoch sagten, dass dieses unhöflich und auch nicht angebracht wäre.
Ich wurde geführt, bekam Antworten auf meine Gebete. Sie waren in Begegnungen, in Träume, durch Menschen und Schriften. Ich suchte nach Vorbildern im Glauben und fand diese in der Bibel. Ich tauchte in ihre Geschichten ein, erkannte in ihnen das Ringen und den Kampf.
Im täglichen Bibellesen lernte ich die Figuren des Alten Testaments kennen. Für einmal war es Gideon, dessen Geschichte ich im täglichen Bibelstudium bearbeitete. In seiner Geschichte fand ich interessante Hinweise, die ich ergründen und für mich verstehen wollte.
Die Gespräche, Begleitungen und Freundschaften dieser Zeit waren ebenso intensiv wie nah. Einmal wurde die Nähe zu nah und eine Verliebtheit stellte sich ein, ich ging sehr offen damit um und weihte Arthur umgehend ein. Dieser meinte nur: «Ja, das habe ich auch schon mal erlebt.» Ich wusste es und ich wusste auch, in wen...
Im Familienverbund wurde geübt, seine Meinung zu sagen, die Kinder lernten sich an Abmachungen zu halten oder in ihren Augen Ungerechtes zum Thema zu machen. So war es abgemacht, dass jedem Familienmitglied ein «Ämtli» zugeteilt wurde.
Maria missionierte nicht, sie sprach wenig über ihren Glauben, sie lebte ihn. Sie ergründete das Wort der Bibel und vertiefte sich in die Inhalte, die Symbolik, in den Geist, der durch das Umsetzen lebendig in ihr wurde.
Im Wunsch nach mehr Glauben, begann ich auch den Familienurlaub danach auszurichten. Wir verbrachten Familienferien in Klöstern, Seminarhäusern, in einem christlichen Umfeld und mit entsprechendem Programm. Nicole interessierte sich für den Gottesdienst und was dabei geschah.
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