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Verborgenes Leben
In der Anfangszeit an der neuen Arbeitsstätte fand wiederum ein Buch seinen Weg zu mir. Es schilderte Begebenheiten aus dem Leben von damals, als Jesus lebte. Ich las es und wusste, dass es aufnahm, wie es damals war, wenn man Jesus begegnete. Ich sprach mit der Buchautorin und fragte sie, wie es zu diesem medialen...
Während meiner Abwesenheit stellten die Vorgesetzten des Pflegeheims die Weichen für mich neu. Die Rückkehr an meinen ursprünglichen Arbeitsort wurde mir verwehrt. Ich empfand diese Trennung den Senioren und den Angehörigen gegenüber als unbarmherzig, waren doch Beziehungen gewachsen und Vertrauen aufgebaut. Über die Gründe kann man spekulieren, doch die wahre Motivation lag und liegt in...
In diesen Tagen kam ein Buch in unsere Wohngemeinschaft, in dem die Apokalypse des Johannes thematisiert wurde. Davon waren zwei Bewohner sehr angetan und auch ich nahm dieses Buch in meine Hand. Ich blätterte darin herum, jedoch vermochte der Inhalt mich nicht zu fesseln.
Zu meiner Genesung gehörten auch Spaziergänge, die ich gerne in Begleitung mit meiner langjährigen Glaubensschwester Marianne machte, denn Bewegung an der frischen Luft tat uns beiden gut. So konnte ich also mehr Zeit mit Marianne verbringen, bei ihr ab und zu essen oder auch mal im Garten Kaffee trinken. Als ich vor Mariannes Wohnung auf...
Aus scheinbar unbedeutenden Begebenheiten lernte ich sehr viel, immer fragend, suchend und ergründend. Einmal wurde im Betrieb darüber debattiert, ob die neu eingekauften Tischtücher schön seien. Ich fand sie nicht wirklich schön, für mich waren sie nicht passend für den Speiseraum und so antwortete ich ehrlich: «Nein, mir gefallen sie nicht.»
Ich verstand die Muster, in der sich die Gemeinschaftsgetreuen befanden, immer besser. Durch meine ehrlichen Selbstanalysen hatte ich gelernt Wahrheit von Unwahrheit zu unterscheiden. Ich erfasste: Regeln und Vorschriften führten zu Unehrlichkeiten, in denen man überführt werden konnte.
Nach dem Spitalaufenthalt kam es zur ersten Begegnung mit dem Sohn, der inzwischen in die Wohngemeinschaft seiner Eltern eingezogen war und nun Tür an Tür, gegenüber von mir, sein Zimmer hatte: Eine herzliche Umarmung, ein «Schön, dass du da bist», eine ehrliche Begegnung. Dennoch blieb sein Einzug etwas sonderbar.
Ich hatte mich schon über längere Zeit körperlich nicht fit gefühlt, rettete mich von einem Frei ins nächste. Und obwohl ich in der Schweiz gerade ein paar Tage Urlaub gemacht hatte, fühlte ich mich danach nicht erholt, nicht leistungsfähiger. Am Mittwoch vor Pfingsten reiste ich nach Deutschland zurück, am Donnerstag begann ich wieder zu arbeiten....
Als ich zum ersten Mal nach zwölf Jahren wieder einmal 14 Tage am Stück Urlaub machte, hoffte ich, mich zu erholen, Kraft zu tanken, um wieder in meine Leistungsstärke zu finden.
Ich hatte mich daran gewöhnt, nicht verstanden zu sein oder missverstanden zu werden, die Distanz, in der Nicole sich bewegte und meine eigene, gab uns mehr Freiraum. Wir schauten nicht mehr auf die Gemeinschaft und ihre Regeln, ihre Vorschriften und ihre Weisungen. Beide kamen wir zurück zu unserem Inneren, ich zu Jesus, dem Christus, und...
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